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Sonntag, 8. Dezember 2019

Dr. Dressler - oder: die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich gebe es zu, ich hasse Dr. Dressler aus der Lindenstraße aus ganzem Herzen, schon immer.

Und jetzt habe ich gelesen, dass der Sitznerver (ich habe ihn seit Folge 1, noch stehend,  verachtet) sich dem Ende entgegen neigt. Zumindest scheint es so, aber die Lindenstraße-Macher haben ein Lügenpotential, das dem der SPD kaum nachsteht.

Ja, ich kenne die Lindenstraße seit der ersten Folge, da habe ich jede sogar fast immer drei Mal gesehen: Samstag das Original, Sonntag die Wiederholung in Bayern und Mittwochs die Wiederholung in Köln. ICH WAR INFORMIERT!

Da gab es noch die Junge Chris Barnsteg (?) die auch mal besoffen im Hausgang lag; und den, der in der Garage lebte und dessen Stimme man auch mal bei synchronisierten Pornos hörte. Wir machten uns bei den Fliegenden Verbänden damals den Spaß, so viel wie möglich Pornos zu finden, bei denen er zu hören war. Nur zu Studienzwecken, das sollte klar sein.

Ach ja: Til Schweiger war der Sohn von der jetzigen Zenker und damals bei der Bundeswehr. Ihre Blicke ließen aber was erahnen.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Solltet Ihr mich demnächst in einem Porno "bewundern" können ...

... dann liegt es daran, dass ich dieses Teil unbedingt brauche. Unbedingt. Und das Geld dafür!

Die Urgentität ist der pure Wahnsinn, als ich das Bild gesehen habe (auf Golem: https://www.golem.de/news/monowheel-z-one-one-die-elektro-vespa-auf-einem-rad-1812-138248.html) bin ich fast wahnsinnig geworden.


Als alter Vespa-Fahrer kann ich gar nicht anders als zu versuchen, Geld zu verdienen; weil das Teil, sollte es überhaupt hergestellt werden, mit Sicherheit nicht billig wird. Deswegen meine verwegenen Pläne.
Ey, auf so was hat die zahlungskräftige Welt gewartet, nicht auf den drölften SUV, auf SO etwas. Ein Design für Götter, für die Ewigkeit, für den zeitgemäßen Dandy.

Damit durch die egal wie kleine Stadt cruisen,
Die Chicks stehen Schlange, streicheln beim Laden die Rundungen und wissen, dass die alte Erkenntnis Nobody rides for free komplett ihre Bedeutung verloren hat. Sie wird ergänzt mit but me und lässt die Weiblichkeit ratlos zurück - tief seufzend, kleine Tränen kullern über die hohen Wangenknochen.

Ich brauch den Onewheeler.

Mittwoch, 15. März 2017

Trump hat Recht

Ich habe gerade angefangen mit Putzen (Ihr wisst ja, von oben nach unten) …

… und die Mikrowelle steht ziemlich weit oben und nur weil ich zwischendurch eine Zigarette geraucht habe ist mir der Saukerl durch die Lappen gegangen. Aber ich kriege ihn noch, die Ausrüstung wird schon mal konfisziert.

P1080414

Mittwoch, 20. April 2016

Technische Neuerungen und dass ich die begrüße und doch nicht

Ich liebe Technik, ich würde alles Manuelle ablehnen und lieber einen Schalter betätigen. Aber ich schaffe das nicht.

Ich bin irgend wie beim Handy stehen geblieben. Ja, ich hatte mal ein Smartphone, das es beim Lidl für damals wenig Geld gab und ich musste wieder zurück auf ein Handy mit Akkulaufzeit und halt nix außer Telefonieren.

Doch, es ist so, erst gestern habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten, als wir mittags beim Essen waren. Steak und Schnitzel, aber das ist jetzt ziemlich unwichtig.
Er erzählte mir von einer Drohnenvorführung und wie man die am Bau gebrauchen könnte, war sehr interessant aber gleichzeitig ein wenig beängstigend. Drohnen die per GPS mit dem Smartphone an den Zielort geschickt werden, filmen und dann zurück kommen. Gefällt mir aber es ist dann doch so, dass es nichts mehr gibt was einen ein wenig Privatheit genießen lässt.
Und auch mit der übrigen Technik, bzw. dem Technikfortschritt, habe ich so meine Probleme.

Dass Windows, Linux und OSX ständig weiter entwickelt werden, finde ich natürlich gut, aber mich interessiert einzig und allein die Bedienbarkeit und Sicherheit, die anderen Sachen verstehe ich nicht. Wenn ich etwas Spezielles machen will brauche ich Programme (ich schaffe das mit den Apss nicht), ich will mich einlesen und nicht alles automatisch erledigen lassen. Außer ich kann einstellen was meine Automatik bedeuten soll.  Aber die Fortschritte sind wenigstens so weit, dass ein offenes Dateisystem (odf) von praktisch jedem Programm gebraucht werden kann, was für 99% der Privathaushalte ausreichen dürfte. Firmen kann man gerne ein eigenes System (docx) überlassen, das kostet ja auch schließlich und die sollten wirklich zusammen arbeiten können.

Nein, ich will irgend wie stehen bleiben aber trotzdem dazu gehören. Ich will ja nicht modern oder altmodisch sein, ich würde nur ganz einfach die Möglichkeit behalten, meine Sachen weiter zu benutzen und ich würde gerne wissen, was überhaupt los ist.
Wenn ich mit meinen "Forschungen" fertig bin sind zwei neue Generationen auf dem Markt und ich muss wieder von vorne anfangen. Aber muss ich das eigentlich? Nö.
Ich kann Fernsehsendungen anschauen (sogar schon flach), ich kann VHS, DVD und BluRay schauen, auf der Konsole zocken, am PC schreiben und mit meinem Samsung telefonieren. Eigentlich klappt alles.
Aber ich lese so gerne Zeitschriften wie c't und ich versteh so wenig. Und der computergestützte Geldautomat mag mich auch nicht immer.

Montag, 8. Februar 2016

VÖLLIG unbeleckt von öffentlichem Interesse ...

... muss ich mich mal ein wenig daran machen, meiner alten Leidenschaft nachzugehen: Deutschsprachige Schlager.
Es ist manchmal ziemlich schwierig, nach den Originalen zu suchen, wenn man nur eine bestimmte Version kennt

Dieses Lied hier kannte und liebte ich von Mireille Matthieu, sowieso eine der Besten die auf diesem Planeten ihr Wesen getrieben haben.
Hey, Leute, ich bin durch und durch Purple, Santana, Zep, Fudge und Beatles, und trotzdem gibt es eine extrem liebevolle Musikwelt jenseits dieser Megas.  Und mit liebevoll meine ich hauptsächlich die tollen Arrangements; diese Fähigkeit ging ab Ende der 70er leider komplett verloren. Komplett. Nur noch scheiße Sequenzer ohne einen einzigen Menschen im Studio, abgesehen vom Interpreten und vom Produzenten. Ich verabscheue Euch.
Hier also das Lied (die Fassung von der Mathieu ist leider komplett von der Gema ausgeklammert)


Donnerstag, 31. Dezember 2015

Was passiert eigentlich, wenn das Jahr endet?

Man muss einen anderen Kalender aufhängen und beim Schreiben muss man aufpassen, dass man nicht die falsche Ziffer hinschreibt. In dem baldigen Fall halt nicht die 5 sondern die 6 - aber sonst?
Nur das Bild eines Wandkalenders
Ein kluger Mann hat mal gesagt, es gäbe keine Zeit sondern nur Uhren; eine Aussage über die man ruhig mal nachdenken kann.
Was machen wir also 2016 anders als 2015? Ich schenke mir jetzt mal meine Vermutung außer dass wir uns am Anfang ab und zu verschreiben.
Ich persönlich werde es genau so machen wie 2015, also ich werde das Gleiche machen, aber halt ein wenig besser. Ich kann ja nicht plötzlich Asket oder Veganer werden. Doch, könnte ich, werde ich aber nicht.
Ich erwarte das neue Jahr nicht gerne, ich bin mir sehr unsicher was sich 2016 alles ansammeln wird an Sachen, die uns allen nicht gefallen; und ich befürchte, es werden mehr unangenehme Fakten auftauchen als noch 2015; und das Jahr war ja ziemlich heftig. Und da meine ich nicht solche alltäglichen Sauereien wie bei VW oder der FIFA.
Ich wünsche Euch und mir selbst ein möglichst überschaubares Jahr 2016. Und wenn wir uns gegenseitig so helfen wie "wir" aktuell den Flüchtlingen helfen dann wäre mir nicht bang.

Dienstag, 19. Mai 2015

DOOM und kein Ende

Der Hype um das alte Doom (die Teile 1 und 2) nimmt kein Ende.

Es wird immer noch gemoddet in der Szene was das Zeux hält und es werden Videos erstellt und es wird gezockt ohne Ende.
Wer eine Frage zu DOOM hat: es ist der Vater aller 3D-Shooter, die Mutter war Wolfenstein3d Smiley

Mein Gott, was habe ich mich Anfang der 90er gefürchtet. Rollos zu, Kerzenlicht (nur zur Orientierung auf der Tastatur) und los ging’s.
Nicht die Grafik war es, die so toll war. Eigentlich war sie außer 3D höchstens zweckmäßig – es war die Akustik in dem Spiel. Das “gnarg gnarg” wenn kein Gegner da war. Das hielt die Spannung aufrecht, das ständige getrembele war der pure Wahnsinn. Ich war schon immer anfällig für akustische Ereignisse, wahrscheinlich habe ich deswegen Flöte gelernt.
Doch, akustische Desaster sind klasse.

Nun ja, das Spiel war damals unter DOS und das bedeutete, dass man erst Mal die config.sys anpassen musste, um das Spiel in den Speicher zu bringen. Und wir schafften es damals, wir waren Fachleute. Man konnte sich ja nicht einfach im Internet eine Lösung suchen weil es … Nun ja, Ihr wisst warum.

Und jetzt hat Lucinda N., eine sehr gute Let’s-Playerin, ein vierstündiges Video auf YouTube gestellt, das auf einem blutrünstigen Mod basiert. Im originalen Setting. Klasse!

Here we go

Brutal DOOM

Ich gebe zu, ich habe bisher (fast) jede Staffel DSDS gesehen

Aber jetzt reicht es sogar mir.

Bisher war ich immer angetan von der Professionalität – nicht der Darbietenden sondern der Produktionscrew.
Es war immer hervorragend in Szene gesetzt, die nötige Anzahl an Idioten war verlässlich groß und dem Dieter Bohlen (ein ausgewiesener Fachmann, und das meine ich ernst) konnte ich beruhigt zuhören, seine Sprüche waren oft unangemessen, aber meist recht originell. Und man konnte sich auf drauf verlassen, dass jemand übrig blieb der zwar recht gut aber sehr gesichtslos war. Und es auch blieb.

Doch dieses Mal war alles anders: ein sichtlich lustloser Bohlen, Produktion billig und einfallslos, es gibt keine Band mehr, die war teilweise hervorragend. Und Sänger, die ganz sicher nicht als Beste gewonnen haben.
Der Sieger wandert demnächst wegen EC-Karten Betrug ins Kittchen (der hat mit ein paar Freunden doch tatsächlich alte Damen ausgenommen) , der beste Sänger ist ausgeschieden, und die hübscheste Sängerin auch. Es hat alles seine Grenzen.

Die Zweitplatzierte durfte nicht Siegerin werden (warum war die überhaupt im Finale? Die war nicht gut) weil es die Sendung in ihrem Ablauf aus dem Konzept gebracht hätte. Habe ich schon zwei Sendungen vorher behauptet. Denn: sie war erst 17, also noch Minderjährig. Und da es Tradition ist dass man an seine “Fans” nochmal einen Appell richtet, doch bitte für einen per kostenpflichtigem Anruf abzustimmen war sie damit schon nicht mehr richtig präsent, es musste als Stellvertreterin ihre Mutter vor die Kamera. Was für ein Unsinn. Denn merke: ab 22 Uhr darf man nicht mehr arbeiten wenn man nicht volljährig ist.
Und dann muss der Sieger/die Siegerin ja zum Abschluss noch mal das Lied trällern, das er zum besten gegeben hat. Und die beiden Übriggebliebenen hatten doch sowieso tatsächlich die Frechheit, das Lied zu wiederholen, für das sie schon im Halbfinale gelobt wurden.
Nein, das dürfte es für mich gewesen sein, aber eigentlich finde ich es schade.

Obwohl, es könnte schon spannend werden in der nächsten Staffel (sollte es noch eine geben), denn die Altersbeschränkung wird komplett aufgehoben. Man könnte also in den ersten Sendungen in den Genuss kommen, dass sich auch Alte so richtig kräftig blamieren.
Naja, ich werde das ohne Beratung selbst entscheiden.

Freitag, 8. Mai 2015

Fotografieren war früher spannender

Warum dieser Blogbeitrag? Weil ich gerne fotografiere und gerne auch was handfestes in den Händen trage. Zu tragbaren Preisen.

Ich mag es, ein fettes Objektiv als Linse zu haben, ich kann dran drehen um zu zoomen und ich kann die Blende einstellen und Verschlusszeiten, die mich fordern in Sachen zittern. Klasse.
Ich hatte mir Ende der 80er eine Minolta Dynax 7000i zugelegt, die hatte schon was her gemacht. Eine Aufbewahrungstasche war Pflicht, man konnte sie sich ja nicht um den Hals hängen ohne in der Heimatstadt wie ein Tourist auszusehen. Und schließlich hatte ich ja auch ein paar Vorsatzfilter und Gegenlichtblenden ohne die ein Bildschreiber nicht auskommt wenn er nicht nur knipsen will.

Minolta-7000i

Aber trotzdem, es rechnet sich einfach nicht mehr, seufz. Die Verbrauchskosten sind definitiv zu hoch, ein 36er Film plus Entwicklung, Du bist schnell bei zehn Euro. Und dann hat man nur 36 Fotos gemacht.
Ja, man reißt sich zusammen, man überlegt sich vorher wie man fotografiert, und man überlegt sich ob man überhaupt fotografiert, ob das Motiv ein Bild überhaupt wert ist. Meist nicht, wie wir wissen. Aber das wissen wir erst seit es die digitalen Knipser gibt bei denen ein Bild nix mehr kostet.

Andererseits habe ich die alten Fotos schon ab und an wieder angesehen, die sind alle verteilt auf ein paar Schuhkartons (ich mag geordnete Alben nicht) und die digitalen? Nö, praktisch nicht mehr. Ich fotografiere oft, weil ich ein bestimmtes Motiv brauche, da mache ich ein paar Belichtungsreihen und das war es dann. Das Beste Bild wird genommen, die anderen gelöscht. Und dann schlummert es auf der Festplatte. Und Effekte? Mag ich eigentlich nicht, aber analog war ich stolz drauf, mit einem bestimmten Vorsatzfilter den Effekt hinbekommen zu haben den ich wollte.

Schade!

Sonntag, 19. April 2015

Warum haben die Kölner Bürger …

… noch nicht gesammelt RTL verklagt?

Ich habe mal wieder eine schlaflose Nacht hinter mir und habe mir aus lauter Verzweiflung das Programm nach Mitternacht von dem Sender für völlig Verblödete reingezogen. Ich bin jetzt noch irgend wie gezeichnet.Dom
Nacheinander kamen:

- Betrugsfälle
- Verdachtsfälle
- Verdachtsfälle (ja, es war eine Doppelfolge)
- Die Trovatos – Detektive decken auf

Das schickt Dich auf die Bretter, ganz ehrlich. Und alle, und damit meine ich ALLE Mitwirkenden sind aus Köln und sind saublöd und komplette Asis.

Warum lassen die sich das also Tag für Tag gefallen. Sie haben ja sowieso schon die gewalttätigsten “Fußballfans”, den Prollsender Nummer eins und anscheinend halt auch die dümmste Bevölkerung ever. Sonst würde man tatsächlich mal was drüber lesen dass sie sich selbst anders sehen. Aber da scheine ich falsch zu liegen.

Ich habe recht lange Zeit da oben verbracht und ich hatte eigentlich einen anderen Eindruck, aber so kann man sich halt täuschen.
Trotzdem:

Liebe Kölner, tretet dem Scheiß RTL endlich mal in den Arsch!

Donnerstag, 9. April 2015

Da fährt der Milber ausnahmsweise wieder mal Auto …

… und dann sofort die große Scheiße

Stau nach 20km. Regensburg war in der Stadt schon dicht (ohne durchgehende Gewöhnung schlaucht das ohne Ende) und dann Stau Richtung Kelheim (ca. 1 Stunde), auf dem Weg nach Hause ab Bad Abbach bis hinter den Pfaffensteiner Tunnel. Ca. 3 Stunden. Schlecht, ganz schlecht. Und ich hatte nur Zigaretten dabei, nix zu Trinken und auch keine Bonbons, das passiert mir nicht noch Mal.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Warum nicht die Cloud nützen? (benutzen?)

Ich persönlich habe ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Cloud-Anwendungen bzw. zum Speichern persönlicher Daten in der Internetwolke. Und trotzdem mache ich es beinahe täglich.
Meine Daten sind nicht nur vor Ort als Backup vorhanden (also Computer plus Stick) sondern auch im Internet – bei Google und Microsoft, Bilder im Mediencenter von t-online (immerhin 25GB ohne Kosten)

Warum ich die NSA-/BND-/KGB-Cloud nutze? Weil mein Computer im Internet hängt. Ja genau, weil ich sowieso online bin.
Wenn Hacker in Systeme der o.g. Firmen eindringen können dann schaffen sie das bei mir schon lange, ich gehe nämlich davon aus dass die Leute der großen Konzerne was davon verstehen, die Daten sicher zu halten. Auch in Sachen Datenverlust sind die wesentlich besser geschützt als ich. Ich kann mir eine TB-Platte leisten, aber um die zu sichern brauche ich noch Mal eine und die sollte nicht in der gleichen Wohnung stehen. Wenn schon denn schon.

Okay, gerippte oder gezogene Filme sollte man z.B. nicht in der Cloud speichern, weil da oft die Kontrollmechanismen der Firmen greifen (ja, die gucken da nach) aber das sind ja Dateien, die man sich jederzeit wieder besorgen kann. Oder sie sind irgendwie belanglos und deswegen kein großer Verlust bei einem Headcrash. Also die persönlichen Daten.
Dass man die Daten verschlüsseln sollte ist schon klar? Und was macht man mit dem mehr als üppigen Platz im Netz? Eben, niemand hat so viele persönliche Daten. Mir z.B. reicht seit fast zehn Jahren ein 8GB-Stick und da sind portables ohne Ende drauf – ich bringe den nicht voll.
Und große Dateien wie Bilder oder Musik speichere ich sowieso extra und synchronisiere mit Freunden.

Montag, 5. Januar 2015

Wie entkommt man einem klein gewachsenen REWE?

Ich war heute wieder mal im schlimmsten REWE des Universums, das ist der beim Bahnhof in Schwandorf.
Wenn nichts los ist dann ist es eng, und man kann nur am Gangende (bitte das Wort zwei Mal lesen, es war keine Gang) von links nach rechts, wie eine Boa schlängelt man sich durch den Laden und kommt irgend wann wieder zum Ausgang. Bei der Kleine des Ladens ist die Verweildauer enorm. Aber heut am Morgen war es ganz arg.
Ich war kurz nach der ersten Schlängelung in der Getränkeabteilung (das Cola-Regal wurde von den Schlangendesignern als Checkpoint 1 definiert) und es kommt eine Abzweigung mit den Wahlmöglichkeiten links (weiter schlängeln) und rechts (Gehe zurück nach Los).
Das Schlängelgate war blockiert von einem gestrandeten Containerschiff mit Putzmitteln, bereit zum Einräumen. Die Kapitänin hat sich wohl verirrt und setzte den Frachter auf Grund. Kein Weiterkommen. Der Pascherweg nach rechts war auch blockiert - von einem ausgeweideten Ochsenkarren, die Fuhrleute lagen verunstaltet am Boden. Zum Glück bin ich hart im Nehmen und der Magen war auch leer.
Also war die Pirouette angesagt (niemand schafft mit einem Schüttgutfrachter so einen kleinen Wendekreis wie ich) und ich wollte zurück, zurück zum Eingang, zurück in die doch nicht so feindliche Umwelt. Denkste.
Und jetzt waren die Schraubengeräusche für jede feindliche Macht zu hören: Johann gab alles und mein Frachter ruderte mit voller Kraft heckwärts weil ich direkt auf eine bösartige Putzmaschine zulief; bedient von einer Zombiene wie sie fürchterlicher noch nie gesehen ward.

Was tun? Die Zombiene wich nicht zurück, die Programmierung sah das nicht vor, die beiden Wracks in meinem Rücken waren vernünftigen Argumenten natürlich nicht zugänglich. Oder hast Du Dein Handy schon mal gefragt ob es was zu Siri weiß? Eben. Ich schrie um Hilfe. Naja, nicht richtig, ich wusste ja nicht wie der hässliche Organklumpen vor mir reagieren würde. Ich flah, floh, flehte. Um Hilfe. Und sie kam.

Eine definitiv nicht im Bann feindlicher Mächte stehende Amazone (ist die männliche Form Amazon?) sprang in die Arena, kickte das rechts hinter mir stehende Containerschiff in den Orkus und der entstehende Unterdruckt saugte mich zum Checkpoint zwei, gedostes Gemüse. La Légume, c’est la Dose…

Ich schlängelte mich weiter, immer auf der Flucht vor dem Organballen, aber sie rannte sich fest am ausgeweideten Ochsenkarren und scharrte noch ein paar Minuten weiter bis sie von der Programmierung lahm gelegt wurde. Ich sah Licht am Ende der Schlange.

Eigentlich wollte ich ein paar vernünftige Sachen kaufen aber ich schaffte nur Eukalyptusbonbons und Kaba von Müller Milch, ich war wirklich am Ende, nur noch raus. Und ich habe es geschafft, sonst könnte ich es Euch nicht erzählen. Ich habe es geschafft. Aber der Preis war hoch. Und ich wurde infiziert. Drei Stunden später war ich wieder in dem Dungeon, “nur zum Nachsehen”. Und alles war in Ordnung. Ich sehe das jetzt einfach nicht mehr, die Dosis war so hoch dass ich es als normal empfinde. They put a spell on me.

Aber erst draußen, als ich den Styx überquert hatte wusste ich, dass ich den Hades verlassen hatte.